GAP-Reform


Naturschutz Brandenburg: Acker© Thomas Lüdicke, 2005


Die Gemeinsame Agrarpolitik der Europäischen Union (kurz GAP) ist eines der stärksten förderpolitischen Instrumente in Europa. Von 2014 bis 2020 stehen in Deutschland jährlich ca. 6,2 Milliarden Euro dieser EU-Mittel zur Verfügung. Der größte Teil des Geldes, rund 80 Prozent, werden als Direktzahlungen (1. Säule) an die Landwirte vergeben, der Rest wird in ländliche Entwicklung und Programme zur umweltschonenden Bewirtschaftung (2. Säule) investiert. In der aktuellen Förderperiode werden stärker als zuvor umwelt- und naturschutzrechtliche Belange berücksichtigt und die Auszahlung der Direktzahlungen an die Erfüllung von Standards („Cross Compliance“) und bestimmten Umweltleistungen („Greening“) gebunden. Verbände und Organisationen im natur- und umweltpolitischen Bereich beschreiben diese Leistungen jedoch als weitestgehend wirkungslos und verlangen eine stärkere Ausrichtung der GAP an Naturschutz- und Umweltzielen.

Der Naturschutzbeirat des MLUL im Land Brandenburg verfolgt aktiv die Debatte um die aktuelle Ausgestaltung und auch die zukünftige Entwicklung der GAP. Als momentan bedeutendstes Förderinstrument der Landwirtschaft und somit des Natur- und Umweltschutzes erachtet der Naturschutzbeirat die weitere Ausrichtung der GAP an naturschutzfachlichen Belangen, maßgeblich durch die Stärkung der 2. Säule und somit der Agrarumweltmaßnahmen und des ländlichen Raumes, als unbedingt erforderlich.

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Naturschutz Brandenburg: GAP